Die Bundeswehr Tornados sind nicht NATO-tauglich

Die neuesten Berichte über Probleme bei den Tornados kommen alles andere als überraschend. Dass ein Kampfflugzeug, das Anfang der 80er Jahre in die Bundeswehr eingeführt wurde, Alterserscheinungen - vor allem bei der IT - zeigt, sollte Ursula von der Leyen nicht verwundern. Wichtige Entscheidungen wie Nutzungsdauer, Fähigkeiten und Nachfolgemodell wurden in der letzten Wahlperiode immer wieder auf die lange Bank geschoben oder verändert. So hat das Ministerium vor zwei Jahren noch in seiner ‚militärischen Luftfahrtstrategie‘ den Grundsatz ausgegeben, die Luftwaffe müsse immer über zwei verschiedene Flugzeugtypen verfügen, untersucht aber nun als Tornado-Nachfolger mit Priorität den Eurofighter. Das Ergebnis dieses Zick-Zack-Kurses sind immense Mehrkosten für die Steuerzahler, hausgemachte Zeitverzögerungen und Frustration bei der Truppe, wenn diese ihre Aufträge und Bündnisverpflichtungen nicht erfüllen kann. Gleichzeitig verlängert die Bundesregierung den Tornado-Einsatz über Syrien und dem Irak, wohlwissend um die Schwierigkeiten mit dem Flugzeug. Ich erwarte von der Verteidigungsministerin, dass sie noch in diesem Jahr Klarheit im Bezug auf Nutzungsdauer, Kosten und Nachfolgelösung für den Tornado schafft.

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