„Give Peace a Change. Friedensarbeit heute und morgen“

Der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine zeigt, dass der „klassische“ Krieg eines souveränen Staates gegen einen anderen kein Phänomen der Vergangenheit ist. Der Angriff der Hamas auf Israel am 7. Oktober und die daraus folgende verschärfte Bedrohungslage haben zudem wieder schmerzlich in Erinnerung gerufen, dass Terrorismus weiter eine der größten Sicherheitsbedrohungen ist.
 
2022 verzeichnete den traurigen Rekord, die höchste Anzahl von Konflikten weltweit seit 27 Jahren zu registrieren. Gleichzeitig werden Konfliktkontexte immer komplexer. Oft ist eine Vielzahl unterschiedlicher bewaffneter Akteure mit verschiedenen Interessen beteiligt. Die meisten Konflikte werden zwar innerstaatlich geführt, viele haben aber regionale und internationale Auswirkungen. Das verlängert und verschärft Konflikte. Dazu kommen globale Trends, wie die Folgen des Klimawandels sowie neue Technologien, die neue Konfliktursachen schaffen oder bestehende Konflikte anstacheln.
                                                            
Die internationale Vernetzung, von der wir in DEU massiv profitieren, heißt auch, dass uns die negativen Geschehnisse in anderen Teilen der Welt etwas angehen. Wir können nicht nur die Vorteile mitnehmen und uns sonst vor unserer Verantwortung drücken.
Neben „klassischer“ Diplomatie und Sicherheitspolitik heißt das für uns v.a. auch, dass wir uns auch weiter für die Friedensförderung in der Welt engagieren müssen, auch in Zeiten knapper Kassen. Das ist keine Großzügigkeit, sondern dient unseren ureigenen Interessen.
 
Klar ist hierbei für uns immer: Friedensarbeit muss eine gemeinsame, internationale Anstrengung sein, und wir sind überzeugt, dass die VN dafür das zentrale Forum sind und bleiben sollen.
 
Diese Punkte betonte ich beim Panel der Plattform Zivile Konfliktbearbeitung: „Give Peace a Change. Friedensarbeit heute und morgen“. Die Plattform Zivile Konfliktbearbeitung wurde vor 25 Jahren gegründet.