Shimon-Peres-Preis 2023 für zwei deutsch-israelische Kooperationsprojekte

Seit 2017 vergibt das Auswärtige Amt in Kooperation mit der Stiftung Deutsch-Israelisches Zukunftsforum (DIZF) jährlich den Shimon-Peres-Preis an junge Menschen aus Israel und Deutschland. 



Das Kunst- und Theaterprojekt „Woher kommt der Hass?“ brachte Schüler*innen aus Hamburg mit gleichaltrigen jüdischen und arabischen Israel:innen aus Sderot und Rahat zusammen. Gemeinsam wurden Theaterstücke entwickelt, die in Hamburg und Jaffa aufgeführt wurden. „Woher kommt der Hass?“ ist natürlich genau die richtige Frage zur richtigen Zeit. Wir sehen, wie Antisemitismus und Rassismus zunehmen, wie abwechselnd Hass und Sprachlosigkeit gerade auch in den Schulen hervorstechen, wenn es um Israel geht. Ich bin dankbar, dass wir mit den Preisträger:innen bereits in jungem Alter Expert:innen haben, die erklären können und als Multiplikator:innen in ihrem Umfeld mit Sinn und Verstand zu diesem so Emotions-geladenen Konflikt sprechen können. 

Das generationsübergreifende Projekt „Finding Romi“ der sozialistischen und säkularen jüdischen Jugendbewegung Hashomer Hatzair, die es in den 1930er Jahren und nun wieder seit 10 Jahren in Deutschland gibt, begab sich auf die Suche und Erinnerung an ihre Vorgänger:innen vor 90 Jahren. Es entstand ein einzigartig umfangreiches digitales Archiv zur Geschichte des Hashomer Hatzair in Deutschland und der Mitglieder, die seinerzeit dabei halfen, verfolgte Jüd:innen bei der Flucht nach Israel zu unterstützen.