Reisebericht: In der Mongolei mit dem Bundespräsidenten

Deutschland und die Mongolei verbindet 50 Jahre der engen bilateralen diplomatischen Beziehungen. Wir haben ein großes Interesse daran, unsere Beziehungen zu dem ostasiatischen Staat weiter auszubauen und Mongolei möchte ihrerseits ihre Abhängigkeit von ihren großen Nachbarn Russland und China reduzieren. Die Bedeutung der Partnerschaft unserer beiden Länder unterstrich Bundespräsident Steinmeier bei seiner Reise in die Mongolei.

Wir trafen auf dieser Reise in Ulan Bator den mongolischen Präsidenten Ukhnaa Khurelsukh und seine Frau Luvsandorj Bolortsetseg sowie Ministerpräsident Luvsannamsrai Oyun-Erdene und Parlamentspräsident Gombojav Zandanshatar. Gemeinsam haben wir vereinbart, unsere Beziehungen auf einer Strategischen Partnerschaft auszubauen. Unsere Länder werden künftig in den Bereichen Verkehr, Wissenschaft, Archäologie, Umwelt, Energie, Justizwesen und Wirtschaftsförderung noch enger zusammenarbeiten.

Ein großes Augenmerk der Reise lag auf dern vielfältigen kulturellen Verbindung zu der Mongolei. Schon seit vielen Jahren graben mongolische und deutsche Forscherinnen und Forscher unter gemeinsamer Schirmherrschaft nach Überresten der alten Hauptstadt des Mongolenreiches Karakorum. 
In der familiengeführte Strickerei Munkh Cashmere wird nachhaltige Kaschmirmode für ein deutsches Modeunternehmen produziert.
In der staatlichen, Alexander-von-Humboldt-Schule, lernen Kinder ab der 3. Klasse Deutsch als Schwerpunktfremdsprache.
Im Dschingis-Khan-Nationalmuseum ludt der Bundespräsident am Mittag zu einem Empfang ein, bei dem mongolische Alumni deutscher Programme sowie deutsche Engagierte in der Mongolei zusammenkommen.

Wir waren außerdem bei einer für das Steppenland typischen Nomadenfamilie zu Gast und erhielten dort Einblicke in die Vorbereitungen zum anstehenden mongolischen Neujahrsfest Tsagaan Sar.