Jahresbericht 2018 des Wehrbeauftragten

Am Dienstag, den 29. Januar, hat der Wehrbeauftragte des Deutschen Bundestages Dr. Hans-Peter Bartels einen Jahresbericht 2018 vorgestellt und dem Parlament übergeben. Tobias hat sich dazu im heute-journal geäußert.

Zur Forderung nach Seelsorgern für muslimische Soldatinnen und Soldaten in der Bundeswehr hat sich Tobias gemeinsam mit Filiz Polat geäußert:
Die Bundeswehr hat viele Baustellen, die nicht vorhandene Seelsorge muslimischer Soldatinnen und Soldaten ist eine davon. Es ist an der Zeit, die steigende religiöse Vielfalt der Soldatinnen und Soldaten anzuerkennen und zu würdigen. Musliminnen und Muslime bilden derzeit den größten nichtchristlichen Anteil der Truppe. Die Forderungen des Wehrbeauftragten Hans-Peter Bartels sind daher durchaus sinnvoll. Alle Soldatinnen und Soldaten, egal welcher Religionszugehörigkeit, müssen Zugang zu angemessener seelsorgerischer Betreuung haben. Das gilt auch für Muslime. Gerade die Militärseelsorge ist ein unverzichtbarer und essentieller Beitrag für die Betreuung von Soldatinnen und Soldaten und deren Familien. Es muss im eigenen Interesse der Bundeswehr liegen, hierfür Strukturen zu schaffen. Das Bundesverteidigungsministerium ist in der Pflicht, die Jahre alte Forderung nicht weiter zu ignorieren und praktikable Lösungen für den Einsatz von muslimischen Seelsorgern und Seelsorgerinnen für die Soldatinnen und Soldaten zu finden. In anderen Armeen gibt es bereits zahlreiche Militär-Imame, was genau Ministerin von der Leyen daher seit sieben Jahren prüfen lässt, ist ihr Geheimnis. Anstatt ständig nur von der Bundeswehr als attraktiven Arbeitgeber zu fabulieren, könnte damit der Alltag der muslimischen Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr tatsächlich verbessert werden.

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